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Pionier*innen des Friedens

Inmitten eines bewaffneten Konflikts in Kolumbien haben sich vor 25 Jahren Landwirt*innen zur Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó zusammengeschlossen und trotzen der Gewalt. Von ihnen kaufen wir die Kakaobohnen für unseren Charity Pot.

Die Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó im Nordwesten Kolumbiens ist eine außergewöhnliche Lieferantin für uns. Trotz des seit jahrzehntelangen, bewaffneten Konflikts in der Region leben die Menschen der Gemeinschaft weiterhin friedlich und ernten Kakaobohnen. Wir importieren diese Bohnen aus Kolumbien, verarbeiten sie in den Niederlanden zu Kakaobutter und -pulver. Beides verwenden wir letztendlich in der Manufaktur Düsseldorf für Produkte wie den Charity Pot.

Ohne Pestizide und Düngemittel

In ihrem ökologischen Forschungszentrum hat die Friedensgemeinschaft Anbaumethoden entwickelt, die Permakulturtechniken wie Mischbepflanzung und Kompostierung einbeziehen. So können sie auf Pestizide und Düngemittel verzichten. Sie wollen auch energetisch autonom sein und entwickeln ständig neue Strategien, wie z.B. Biogas und Solarpaneele.

Zur Gewaltlosigkeit verpflichtet

Die Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó wurde 1997 vor dem Hintergrund von Gewalt und Einschüchterung gegründet. Seit Jahrzehnten schwelt in Kolumbien ein bewaffneter Bürgerkrieg zwischen linken Guerillatruppen und rechten Paramilitärs. Auch die staatliche Armee Kolumbiens ist ein Player in diesem Konflikt. Sämtliche beteiligte Parteien machten und machen sich schwerer Menschenrechtsverletzungen schuldig. Die Opfer sind meist Zivilist*innen. Besonders gefährdet sind Landwirt*innen, die in ökonomisch oder strategisch wichtigen Regionen leben.

In der Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó haben sich 1997 mehr als 2.000 Landwirt*innen zur Gewaltlosigkeit verpflichtet. Sie verlangen seither lediglich, dass ihr Recht auf Frieden und Nichtbeteiligung an dem Konflikt gemäß den internationalen Menschenrechten respektiert wird. Die Friedensgemeinschaft hält sich außerdem an folgende Regeln: keine Waffen zu benutzen, sich nicht mit bewaffneten Gruppen zusammenzuschließen oder diese zu unterstützen, gleiche Rechte für alle und kein Mitführen von Drogen oder Alkohol.

Jahrzehntelanger Konflikt

Der seit sechs Jahrzehnten andauernde Konflikt in Kolumbien hat seine Wurzeln in der strukturellen Ungleichheit in sozialen und wirtschaftlichen Belangen. "In Kolumbien gibt es kein Recht auf Landbesitz, es gibt praktisch kein Recht auf Wohneigentum, kein Recht auf Bildung, auf kostenlose Gesundheitsversorgung oder irgendeine Art von angemessener Gesundheitsversorgung", erklärt Jesús Emilio vom internen Rat der Gemeinschaft. "In der Friedensgemeinschaft versuchen wir sicherzustellen, dass jede Familie ein Haus und das Recht auf Land hat, auf dem sie etwas anbauen kann, um sich zu ernähren. Unser Ziel ist es, eine andere Welt zu schaffen, eine andere Art zu leben, mit Liebe für Kinder, Erwachsene und alte Menschen."

Die Gemeinschaft hält sich aus dem Konflikt heraus, ist aber trotzdem zur Zielscheibe für diejenigen geworden, die ihr Land kontrollieren wollen. Über die Jahre sind viele Mitglieder – Männer, Frauen und Kinder – verschwunden. Das Verschwindenlassen, die Morde und die zahlreichen Zwangsvertreibungen wurden von der kolumbianischen Regierung bisher nicht aufgeklärt und nicht anerkannt.

Kakaobohnen für den Charity Pot

Trotz dieser enormen Instabilität hat sich die Gemeinschaft fest dem Frieden verschrieben und lebt in Harmonie mit ihrer Umgebung. Sie bauen eine Vielzahl von Feldfrüchten an, die sie essen und verkaufen, darunter Bananen, Avocados, Mais, Reis, Bohnen, Kochbananen und natürlich die Kakaobohnen, die wir ihnen abkaufen.

Die Friedensgemeinschaft von San José de Apartadó ist eine wichtige Partnerin für Lush. Unverzichtbar, weil sie den Inhaltsstoff für "das Herzstück eines unserer kultigsten Produkte" liefern. Sie verkörpern aber auch die Werte, die für Lush wichtig sind. Die Friedensgemeinschaft ist ein leuchtendes Beispiel für die Kraft des ethischen Handels und die Unterstützung, die er den Communitys auf der ganzen Welt bringen kann.

Die Menschenrechtsorganisation Peace Brigade International (PBI) arbeitet seit 1997 mit der Friedensgemeinschaft zusammen, um die Augen der Welt auf die gefährliche Menschenrechtslage in Kolumbien zu richten. Als Zeichen der Solidarität schickt PBI regelmäßig freiwillige Beobachter*innen vor Ort. Diese internationale Präsenz ist auch eine Form des Schutzes der Menschen in der Friedensgemeinschaft. In diesem Video von 2014 stellt die PBI Mitglieder der Friedensgemeinschaft vor.

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