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Ingredient / Inhaltsstoff

Butylphenyl Methylpropional

Vorteile

Synthetic

Butylphenyl Methylpropional, auch bekannt als Lilial oder Lilienaldehyd, ist ein synthetischer Duftstoff, der seit 1. März 2022 in kosmetischen Produkten (EU und Großbritannien) verboten ist.

Was sind die Vorteile von Butylphenyl Methylpropional (BM)?

Es verbreitet einen starken Duft, der an einen Strauß Lilien und Maiglöckchen erinnert. Da diese beiden Blumen sehr empfindlich sind, lassen sich ihre Düfte nur sehr schwer durch Destillation oder Lösungsmittel extrahieren, beim Maiglöckchen ist das sogar unmöglich. Aus diesem Grund versuchten Wissenschaft*innen synthetische Moleküle zu entwickeln, die diese sehr beliebten Düfte nachahmen sollten. Das Ergebnis war eine Verbindung namens Hydroxycitronellal, die Anfang des 20. Jahrhunderts patentiert wurde. Obwohl dieser Stoff zu einem bis heute sehr beliebten Parfüm wurde, erforschte eine Gruppe von Wissenschaft*innen weitere Möglichkeiten für Blumendüfte und schufen 1946 ein neues Molekül mit dem Namen Lilial.

Regulierungen

Zusammen mit 25 anderen Duftstoffen wurde Butylphenyl Methylpropional von der EU und anderen globalen Gremien als Allergen eingestuft. Das bedeutete, dass BM vor dem Verbot eine in Parfüms häufig vorkommende Substanz war, die mit größerer Wahrscheinlichkeit allergische Reaktionen in Form von Hautreizungen hervorrufen konnte. Daher wurde die Verwendung von BM in Kosmetika eingeschränkt und es musste in der Liste der Inhaltsstoffe des Produkts angegeben werden, wenn es einen bestimmten Grenzwert überschritt.

Im Mai 2019 veröffentlichte der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission (SCCS) eine Stellungnahme. Darin kam er zu dem Schluss, dass BM nicht als sicher für die Verwendung in Kosmetika angesehen werden kann. Kurz gesagt: Einzelne Konzentrationen stellen kein kein Risiko dar, aber wenn Menschen verschiedene lilialhaltige Produkte übereinander auftragen, könnte die zusätzliche Exposition Risiken bergen, insbesondere Hautallergien und eine Gefährdung der Fruchtbarkeit. Aufgrund dieser Bedenken hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) das Molekül als CMR-Stoff (krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend) eingestuft, da es bei einer kombinierten Verwendung fortpflanzungsgefährdend sein könnte. BM ist daher seit 1. März 2022 aus Kosmetika verbannt.

Die Position von Lush

Lush verwendete Butylphenyl Methylpropional in einigen seiner Parfüms und hielt sich dabei genau an die Vorschriften und Verwendungsempfehlungen. Seit 2019 haben unsere Erfinder*innen im Wissen um das bevorstehende Verbot diese Parfüms sorgfältig neu formuliert. Es war ein langer Prozess, der im Sommer 2021 abgeschlossen wurde. Dennoch dauerte es etwas länger, bis die Veränderungen in den Shops zu sehen waren, bis die letzten Chargen des Parfums verkauft und die alten Etiketten aufgebraucht waren.

Die Neuformulierung von Produkten ist eine der schwierigsten Aufgaben bei Lush und kostet viel Zeit und Mühe. Die Kund*innen erwarten einen bestimmten Geruch, eine bestimmte Wirkung und Beständigkeit bei den Produkten, die sie kennen und lieben. Außerdem ist wichtig, dass alle neuen Inhaltsstoffe sicher sind und die Qualität des Produkts erhalten bleibt. Einige alternative Inhaltsstoffe funktionierten für bestimmte Düfte, für andere nicht. Das Verbot hatte einen langen Zeithorizont, der es uns ermöglichte, ein Gleichgewicht zwischen einer schnellen Neuformulierung und genügend Sorgfalt zu finden, um den Kund*innen weiterhin die gewohnte Erfahrung zu bieten.

Obwohl das Verbot ab März 2022 nur für die Europäische Union und das Vereinigte Königreich gilt, hat sich Lush entschieden, die Umstellung auf alle weltweit verkauften Produkte auszuweiten.

Sicherheit und für Menschen relevante Tests

Bei Lush stellen wir unsere eigenen Düfte her, was ziemlich selten ist, da Kosmetikunternehmen sie normalerweise von einem externen Parfümhersteller beziehen. Wir wählen natürliche und synthetische Duftstoffe sorgfältig aus und halten uns an die Gesetze und Empfehlungen von Organisationen wie der International Fragrance Association (IFRA). Wir führen auch eigene Tests durch, um sicherzustellen, dass die Düfte für die kosmetische Verwendung innerhalb unserer Standards sicher sind.

Lush hat sich schon immer gegen Tierversuche ausgesprochen und verlässt sich auch nicht auf sie. Butylphenyl Methylpropional zum Beispiel wurde auch aufgrund der Ergebnisse grausamer Tierversuche, wie dem LD50-Test, verboten. Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeiten wir mit XCellR8, einem tierfreien Labor mit In-vitro-Testmethoden, zusammen, um unsere eigenen Untersuchungen durchzuführen und eine tierleidfreie Datenbank zu erstellen. In diesen Tests erwies sich Butylphenyl Methylpropional als minimaler Sensibilisator mit einem mäßigen Risiko der Genotoxizität. Genauer gesagt scheint der Stoff in einem Test an 2D-Zellen genotoxisch zu sein. Werden aber Stoffwechselenzyme (wie die in unserem Körper vorhandenen) hinzugefügt, ist er nicht mehr genotoxisch. Es ist daher wahrscheinlich, dass dasselbe passiert, wenn es innerhalb einer kosmetischen Routine verwendet wird. Wir haben keine weiteren Toxizitätstests durchgeführt, weil der Stoff bereits verboten war und wir uns auf die Neuformulierung des Produkts konzentriert haben.

Natürlich ist die Sicherheit von Kosmetika von entscheidender Bedeutung, und wir bei Lush begrüßen vorsorgliche Verbote wie dieses. Trotzdem stehen wir den Ergebnissen von Untersuchungsverfahren, die auf grausamen Tierversuchen mit problematischer Genauigkeit beruhen, kritisch gegenüber.

Erfahre mehr über den Kampf von Lush gegen Tierversuche.

Und hier findest Du alle Informationen zum Lush Prize, einen globalen Preisfonds, der Initiativen zur Abschaffung oder zum Ersatz von Tierversuchen unterstützt.

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